„Anonymous“ ist ein dezentralisierter und führerloser Zusammenschluss von Menschen, die nur auf Basis ihres Humors auf diversen Imageboards zusammenfanden.
Der grundsätzliche Aufbau von Imageboards macht eine Registrierung unnötig - jeder der dort etwas veröffentlicht, ist „Anonymous“, bleibt dabei also anonym. Deshalb kann jeder Anonymous sein, zugleich aber auch niemand, weil Anonymous eine Art kollektives Individuum darstellt.
Somit umfasst Anonymous Menschen aus allen Altersgruppen und allen Gesellschaftsschichten, männlich sowie weiblich. Es existiert keine Aufnahmeprüfung, kein Mitgliedsausweis und erst recht keine Rangordnung.
Dies ist der Grund dafür, dass nicht alle „Mitglieder“ die Protestbewegung unterstützen.
Projekt Chanology, auch Operation Chanology genannt, ist ein Protest gegen die Scientology Organisation, der von Internetnutzern durchgefürt wird, die sich Anonymous nennen.
Organisiert werden die Proteste über Internetseiten, Foren und Chats. Dabei verbreiten sich wichtige Informationen unter den Anonymous durch Aufnahme auf der einen Internetseite und Wiedergabe auf einer Anderen (praktisch wie ein Gerücht „die Runde macht“).
Das Projekt wurde gestartet, nachdem die Scientology Organisation durch rechtliche Mittel versuchte das scientology-interne Tom-Cruise-Video aus dem Internet zu löschen.
Öffentlich gemacht wurde das Projekt am 21. Januar 2008 durch das YouTube-Video „Message to Scientology“ („Botschaft an Scientology“). Das Video besagt, dass Anonymous die Aktivität der Scientology Organisation als Internt-Zensur sehe, und dass Anonymous beabsichtige die Organisation aus dem Internet zu verbannen. Daraufhin folgten DDoS-Angriffe auf Internetseiten der Organisation und Faxe mit Schwarzen Seiten sowie Scherzanrufe gingen bei Scientology ein.
Im Februar änderte sich das Vorgehen aufgrund von Kritik seitens längjähriger Gegner der Scientology Organisation. Die Aktionen konzentrieten sich daraufhin auf friedliche Proteste sowie den Versuch die Steuerbefreiung in Ländern wie z.B. den USA aufzuheben.
Die Proteste richten sich nicht gegen den Glauben der Scientologen, sondern gegen das ausschließlich gewinnorientierte Unternehmen Scientology.
Häufig fragt man uns warum wir eine Maske tragen. Sie ist zum Schutz unseres Lebens und unserer Privatsphäre notwendig. Aufgrund der Scientology „Fair Game Richtlinie“ setzen wir uns sozial, politisch und finanziell einem Risiko aus, wenn wir diese gefährliche Sekte öffentlich kritisieren.
Nicht umsonst hat sich die Scientology-Organisation mit der Praxis einen Namen gemacht ihre Kritiker und kritische Ex-Scientologen, die sich an die Öffentlichkeit gewandt haben, zu Hause und am Arbeitsplatz zu belästigen.
Bei einer Konfrontation mit einer prozessfreudigen Sekte, deren Leitregel „Never Defend, Always Attack!” („Niemals Verteidigen, Immer Angreifen“) ist, werden Vorkehrungen zum Schutz der eigenen Privatsphäre zu einer selbstverständlichen Notwendigkeit.
Eine schnelle Zusammenfassung zur Fair Game Richtlinie: Jede Person die zu „Fair Game“ erklärt wird, darf auf legale oder illegale Weise angegriffen werden. Ein Scientologe, der diese Handlungen durchführt, wird dafür von der Sekte nicht verurteilt. Die Bandbreite erstreckt sich von Stalking, Telefonterror, unerwünschten Besuchen bis hin zu Denunziation bei den Arbeitskollegen oder Nachbarn. Die Scientology Organisation behauptet, sie habe dieses Verfahren bereits vor mehreren Jahrzehnten außer Kraft gesetzt, allerdings ist dies lediglich auf dem Papier geschehen.
Bis zum heutigen Tage wird die Fair Game Richtlinie praktiziert.
| Anonymous Pressemitteilungen | 28.01.2009 19:22 | Anonymous |
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| Anonymous-Zellen in Österreich | 26.01.2009 17:01 | Anonymous |
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