Rehabilitation Project Force (RPF)

RPF´s gehören zur Sea Org

  • Strafgefangenenlager der Sekte
  • schwere körperliche Arbeit und ideologische Indoktrination
  • Abweichler und eventuelle Aussteiger aus der Sekte werden hier zum Bleiben „überredet“
  • selbst Kinder können hier landen (Quelle: http://www.ilsehruby.at/SeaOrg.html)

Der deutsche Scientologe Uwe Stuckenbrock verstarb im Oktober 2008 in einem solchen Straflager.

Regeln des RPFs

  1. Gehen verboten. Man mußte die ganze Zeit rennen.
  2. Außerhalb der RPF war es uns nicht erlaubt, mit jemandem zu sprechen.
  3. Es war uns nicht erlaubt, eine schriftliche oder anderweitige Mitteilung an irgend jemanden außerhalb der RPF zu machen, außer es lag eine Notsituation vor bzw., wenn dies vorab mit dem RPF-Vorgesetzten abgeklärt wurde.
  4. Es war uns nicht erlaubt, alleine irgendwo hinzugehen, außer wenn die entsprechende Erlaubnis gegeben wurde. Selbst wenn man zur Toilette ging, mußte jemand mitgehen. Man kam auch in Schwierigkeiten, wenn man sah, wie ein anderer oder eine andere allein weggehen wollte, nicht mitging, und es anschließend gemeldet wurde.
  5. Wir mußten alle RPF-Vorgesetzten mit “Sir” ansprechen. Wenn man aus irgend einem Grund außerhalb des RPF jemanden ansprechen mußte (und die Erlaubnis dazu erhalten hatte), dann mußte man die Betreffenden im Gespräch “Sir” nennen.
  6. Sämtliche Briefe, die wir schrieben, mußten in einen frankierten, unverschlossenen Umschlag gesteckt werden, der dann im RPF-Raum in einen Kasten eingeworfen wurde. Die gesamte ausgehende Post, wurde dann vom “RPF MAA” gelesen. Es-war uns nicht erlaubt, etwas direkt aus der RPF wegzuschicken, einschließlich und insbesondere Privatbriefe.
  7. Es war uns nur erlaubt, “RPF designated areas” (”genau bezeichnete RPF-Bereiche”) zu betreten, und für mich war dies das Parkhaus von Fort Harrison (es ist ein 4-stöckiges Wendelparkhaus) und der RPF-Unterrichtsraum, gleich anschliessend an den zweiten Stock des Parkhauses. Es war uns nicht gestattet, irgendwo anders hinzugehen, wobei die einzige Ausnahme während den Reinigungsarbeiten am Morgen erfolgte, wenn überall sonst in Fort Harrison saubergemacht wurde.
  8. Wir mußten dunkelblaue Overalls oder dunkelblaue Hemden und Hosen tragen.
  9. Es waren uns keine “Luxusgegenstände bzw. -dinge” (”luxuries”) erlaubt - (deren Ausdruck) für Dinge wie Musik, Fernsehen (einmal wurden 6 Leute zur RPF geschickt, weil sie eine Weile vor dem Fernseher gesessen hatten, in einem Raum, in dem sie sich deshalb aufgehalten hatten, weil sie krank waren), Kartenspielen, Parfüm usw. - all diese Dinge.
  10. Es gibt einen Flag-Befehl der Serie 3434, der als “Rocks and Shoals” (”Felsen und Klippen”) bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um Strafen, die man erhält für alles was man falsch macht, wie z.B. die Nichterfüllung eines Befehls, das Unterlassen, einen Vorgesetzten mit “Sir” anzusprechen, gehen anstatt zu rennen, eine Stelle beim Saubermachen eines Spiegels auslassen usw. Die Strafen bestehen darin, daß so und so viele Runden gedreht oder so und so viel Mal hinsetzen, aufstehen. Das Rundendrehen besteht aus dem Hinauf- und Hinunterrennen auf der Parkhausauffahrt.

Quelle

Erfahrungsberichte von Aussteigern

Deutschsprachige Berichte gibt es auf Ingo-Heinemann.de

Englischsprachige Berichte gibt es auf Xenu-directory.net

 
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