Hinter dem vermeintlichen Einsatz für Menschenrechte verbirgt sich eine neue PR-Offensive von Scientology. Scientology führt bereits seit Jahren „Menschenrechtskampagnen“ durch, um sich in Szene zu setzen, soziale Akzeptanz zu gewinnen und auf diese Weise ihr schlechtes Image zu verbessern.
Neben den üblichen Werbemitteln (Flugblätter und Broschüren wie z.B. „Was sind Menschenrechte?“) setzt die Organisation auch einen professionell gestalteten, sich suggestiver Mittel bedienenden Werbefilm, unter dem Titel „United“, ein, der auf Jugendliche durchaus ansprechend wirken kann. Scientology nutzt so den Idealismus junger Menschen für eigennützige Motive.
Pressemitteilung Antje Blumenthal, Mitglied des Bundestages vom 29. Juni 2006
Scientology missbraucht guten Willen Scientology geht mit immer dreisteren Methoden vor. Jetzt versteckt sich die Organisation in Berlin unter dem Deckmantel der Menschenrechte und hofft so, ihr schlechtes Image aufzubessern. Unter dem Namen „Jugend für Menschenrechte Deutschland“ (JfMD) sammelt am 8. Juli 2006 eine Vereinigung in Berlin vor dem KaDeWe Unterschriften, um Jugendliche angeblich über die Menschenrechte aufzuklären. Hier ist größte Vorsicht geboten: Die in den USA unter dem Namen „Youth for Human Rights International“(YHRI) agierende Vereinigung gehört zur Scientology-Organisation, die nach wie vor im Visier der Verfassungsschützer steht.
Die Bundestagsabgeordnete Antje Blumenthal, Expertin für Sektenfragen, warnt eindringlich vor dem deutschen Ableger „Jugend für Menschenrechte“ und der gegenwärtigen Unterschriftenaktion: „Nach typischer Manier wird hier auch im Internet mit der UN-Menschenrechtskonvention geworben und der Eindruck vermittelt, dass es sich um anerkannte Maßnahmen handelt. ‚Youth for Human Rights International’ verschleiert damit ihren wahren Scientology-Hintergrund“, so die Abgeordnete.
Der Auftritt der Vereinigung „Jugend für Menschenrechte“ erscheint zunächst überaus seriös und lässt auf den ersten Blick keine Zusammenhänge mit der Scientology-Organisation erkennen. Ein Blick auf die Internetseite der „Youth for Human Rights International“ allerdings offenbart ganz deutlich die Zusammenhänge mit Scientology.
„Unterschreiben Sie deshalb auf keinen Fall bei dieser Aktion. Ihr guter Wille wird damit missbraucht“, warnt Antje Blumenthal eindringlich, und fordert auch Eltern auf, ihre jugendlichen Kinder über die Hintergründe aufzuklären.